Arthrose und der Lebensstil (Teil 1)

Arthrose und der Lebensstil (Teil 1)

Das Arthrose nicht allein eine Abnutzungserscheinung der Gelenkknorpelflächen ist, dürfte allen klar sein. Spätestens seit dem (durchaus berechtigten) Hype um Schmerzedukation und das biopsychosoziale Denkmodell wird ohnehin keine Schmerzsituation mehr allein biomechanisch betrachtet. Das kann manchmal aber auch zu weit gehen und die Biologie wird komplett vernachlässigt.

Ohne den Einfluss von psychosozialen Einflussfaktoren schmälern zu wollen, lohnt es sich hin und wieder mal in anderen Fachgebieten quer zu lesen. In diesem Fall z.B. der Molekularbiologie. 2015 wurde im International Journal of Molecular Sciences ein Review von Musumeci et al. publiziert. Untersucht wurden biologische Einflussfaktoren für die Entstehung von primärer Kniearthrose, natürlich vor einem molekularen Hintegrund.

Interessanter Weise steht Fehlbelastung oder vorangegangene Überlastung nicht an erster Stelle der Risikofaktoren (5,1% aller Fälle). Stattdessen wird der größte Einfluss (24,6%) Adipositas bzw. Übergewicht und genetischen Faktoren zugeordnet.

Übergewicht ist ein Lifestyle Problem unserer Gesellschaft und zunehmend belastend auf dem Gesundheitssystem. Auf einem molekularen Level kann es zu einer Art subklinischen systemischen Entzündungsreaktion („Metaflammation“) führen, die dann wiederum Gelenksentzündungen und Schmerzempfinden begünstigt. Dieses Thema ist wahnsinnig komplex und werden wir daher an Hand von zwei Reviews abhandeln.

Heute erst mal ein grober Überblick über den den aktuellen Stand der biologischen Risikofaktoren von Arthrose, demnächst dann ein Einblick in den Bereich der Metaflammation!

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