„Ausdauer tötet Kraft!“ -ein Review

„Ausdauer tötet Kraft!“ -ein Review

Letzte Woche hat mir mein Kollge von einer lustigen Unterhaltung über Ausdauertraining erzählt. Gesprächspartner war ein Gefängnissinsasse.

Zum Verständnis folgender Hintergrund: Am 21. Mai veranstaltete die Darmstädter Justizvollzugsanstalt ihren jährlichen Knastmarathon. Mein Kollege nahm daran teil. Und wie man es aus diversen Holywood- Produktionen erahnen mag, berichtete er von einigen eisenaffinen Jungs, die entsprechend schwer auf der Waage sind. Das Teilnehmerfeld war überschaubar. Und auf Frage meines Kollegen, warum so wenige Insassen an dem Lauf teilnehmen würden, meinte ein „Security“: „Die haben alle Angst, dass sie ihre Muskeln durchs Laufen verlieren. Ausdauer tötet Kraft.“

Interessanter  (beängstigender) Gedanke. Spricht man nämlich mit Leichtathleten, die auf hohem Niveau trainieren, so sagen viele, dass sie Krafttraining zur Leistungssteigerung durchführen.

In einem Review (n=18) fassten Alcaraz-Ibañez & Rodríguez-Pérez im Journal of Sports Sciemces (Apr17) die Studienergebnisse zusammen, welche sich mit der Auswirkung von Krafttraining auf die Leistung von Mittel- und Langstreckenläufern auseinander setzen.

Die Ergebnisse seht ihr in den Folien.

Übergeordnet kann man sagen, dass die Evidenzlage in Bezug auf die Wirksamkeit von Krafttraining auf eine spezifische Laufdiszipin recht dünn ist. Gründe sind hauptsächlich Schwierigkeiten in den Studiendesigns. So ist es eine Herausforderung eine Studie mit Kontrollgruppe bei einem  10 000m – Lauf durchzuführen oder festzustellen, ob sich eine Laufleistungssteigerung im 1500m- Lauf auf das vorhergehende Krafttrainingsprogramm zurückführen lässt.

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