Bewegung und Schmerz: Die zwei Seiten der Medallie

Bewegung und Schmerz: Die zwei Seiten der Medallie

Eine Bewegungstherapie ist ein zentrales, therapeutisches Mittel bei chronischen Schmerzen. Während bei Gesunden und vielen chronischen Schmerzpatienten eine akute bewegungsinduzierte Schmerzhemmung (z.B. bei Rückenschmerzen, myofaszialen Schmerzen, Osteoarthrosen, Folie 1) auftritt, reagiert ein Teil der Patienten mit einer Schmerzverstärkung auf die Bewegung (bewegungsinduzierte Hyperalgesie).

Lima & Kollegen (2017) haben sich in einer aktuellen Veröffentlichung im „Journal of Physiology“ mit den neuralen Mechanismen, sowohl für die Analgesie als auch die Hyperalgesie durch Bewegung beschäftigt. Die Mechanismen sind am besten in der RVM und dem PAG erforscht und betreffen Veränderungen in spezifischen Untereinheiten der NMDA-Rezeptoren (Glutamatrezeptoren, spez. Ionenkanäle in der Zellmembran), sowie Gewebshormonen und Neurotransmittern, wie Serotonin, endogenen Opioiden und Endocannabinoiden (Folie 2 im Überblick).

Wie müssen wir Trainingsprogramme modifizieren, um Patienten aus dem Zustand der Hyperalgesie in den der Analgesie zu bringen?

Eine Arbeitsgruppe um Prof. Jo Nijs („Pain in Motion“) hat 2012 hilfreiche Trainingsleitlinien für Patienten mit bewegungsinduzierter Hyperalgesie formuliert (Folie 3).

Ganz aktuellen haben Booth, Moseley, Schiltenwolf (p.s. mein „alter“ Ortho-Prof. in Heidelberg ????) Faktoren für eine Bewegungstherapie im Rahmen eines biopsychosozialen Ansatzes für chronische, muskuloskeletalle Schmerzpatienten formuliert (auf Folie 3 die Hauptfaktoren und auf Folie 4 die Empfehlungen im Bereich Ausdauer- und Krafttraining).

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