Die Assoziation zwischen objekitv gemessener physischer Aktivität und Nacken- und Rückenschmerzen

Die Assoziation zwischen objekitv gemessener physischer Aktivität und Nacken- und Rückenschmerzen

Studie

Hintergrund: Klinische Leitlinien empfehlen physische Aktivität, um Nackenschmerzen (NS) und untere Rückenschmerzen (RS) zu managen. Jedoch basieren die angeführten Studien zur Unterstützung dieser These nur auf Selbstberichten der physischen Aktivität. Diese sind jedoch anfällig für Verzerrung und Fehlklassifikationen. Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht die Assoziation zwischen objektiv gemessener physischer Aktivität (Videoaufnahmen, Akzelerometer, Pedometer) und dem Risko und der Prognose für NS und/oder RS.

N = 10 Studien wurden inkludiert. N = 8 Studien hatten hauptsächlich Arbeiter (blue-colloar worker) berücksichtigt.

Die Qualität bzw. das Verzerrungsrisiko der Studien wurde mit dem QUIPS Tool (Hayden et al. 2013) bewertet (n=2 Studien mit guter, n=5 mit moderater und n = 3 mit schlechter Qualität).

 

Ergebnisse der qualitativen Synthese:

  • Erhöhte Sitzzeiten bei der Arbeit waren mit einem niedrigeren Risiko für NS und RS assoziiert (schwache Assoziation).
  • Erhöhte physische Aktivität während der Arbeit und/oder in der Freizeit erhöhte das Risiko für NS und RS bei Arbeitern (schwache Assoziation).
  • Physische Aktivität war nicht mit der Prognose von RS assoziiert.
  • Die meisten Studien hatten methodologische Mängel.

Fazit

Diese Übersichtsarbeit zeigt, dass bei Arbeitern eine erhöhte Sitzdauer bei der Arbeit protektiv gegen RS und NS wirkt; und erhöhte physische Aktivität währender der Arbeit und/oder Freizeit das Risiko erhöhen könnte.  Es gibt keine Evidenz die physische Aktivität als prognostischen Faktor für RS stützt. Die Ergebnisse sollten mit Vorsicht interpretiert werden, da es sich um schwache Assoziationen und wenige Studien mit methodologischen Mängeln handelt.

 

Quelle

doi: 10.1002/EJP.1551

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