Die Rolle von individuellen Erholungserwartungen für die Prognose nichtspezifischer Rückenschmerzen: Ein Cochrane-Review

Die Rolle von individuellen Erholungserwartungen für die Prognose nichtspezifischer Rückenschmerzen: Ein Cochrane-Review

  • Die Autoren fanden moderate Evidenz dafür, dass positive Erholungserwartungen
    stark mit einer besseren Arbeitsbeteiligung assoziiert
    sind (narrative Synthese: 21 Studien; Meta-Analyse: 12 Studien, 4777
    Teilnehmer: Quotenverhältnis (OR) 2,43, 95% Konfidenzintervall (KI) 1,64
    bis 3,62)

 

  •  und geringe Evidenz für einen Zusammenhang mit klinisch relevanten
    Genesungsergebnissen (narrative Synthese: 12 Studien; Meta-Analyse: 5
    Studien, 1820 Teilnehmer: OR 1,89, 95% KI 1,49 bis 2,41), beide nach
    etwa 12 Monaten.

 

  • Die Assoziationen von Erholungserwartungen mit anderen Ergebnissen
    von Interesse, z.B. funktionellen Einschränkungen (narrative Synthese:
    10 Studien; Meta-Analyse: 3 Studien, 1435 Teilnehmer: OR 1,40, 95% KI
    0,85 bis 2,31) und Schmerzintensität (narrative Synthese: 9 Studien;
    Meta-Analyse: 3 Studien, 1555 Teilnehmer: OR 1.15, 95% CI 1.08 bis
    1.23) nahe am 12 Monats-follow-up, sind weniger sicher und erreichen
    sehr niedrige bzw. niedrige Evidenzqualität.

 

  • Keine Studien berichteten über statistisch signifikante oder klinisch
    relevante negative Assoziationen zwischen den Erholungserwartungen
    und jeglichem Schmerzergebnis.

 

Quelle: Individual recovery expectations and prognosis of outcomes in non-specific low back pain: prognostic factor review- Jill Hayden-Maria Wilson- Richard Riley-Ross Iles-Tamar Pincus-
Rachel Ogilvie – Cochrane Database of Systematic Reviews – 2019

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