EMPOWERMENT: MÖGE DIE MACHT MIT UNSEREN PATIENTEN SEIN  …..UND WAS WIR DAFÜR TUN KÖNNEN…

EMPOWERMENT: MÖGE DIE MACHT MIT UNSEREN PATIENTEN SEIN …..UND WAS WIR DAFÜR TUN KÖNNEN…

Halt den Mund und hör zu

Von höchster Priorität ist es, dass wir Patienten die Möglichkeit geben, ihre Geschichte zu erzählen. Wir müssen ihre Sichtweise auf das Problem kennen, so dass wir ihre ganz eigenen Erfahrungen und die Faktoren, die das Schmerzerleben beeinflussen, bestmöglich verstehen können.

 

Betone das Positive

Im Gegensatz dazu, alle möglichen Defizite oder Probleme zu betonen, sollen wir uns lieber darauf konzentrieren, was der Patient schon kann und die positiven Voraussetzungen und Möglichkeiten für Veränderung hervorheben (ressourcenorientiert statt defizitorientiert).

 

Die Behandlung sollte Aktivitäten in den Mittelpunkt stellen, die dem Patienten wichtig sind und die Mitwirkung des Patienten betonen

Behandlungen und Ziele sollten sich um die Aktivitäten drehen, die dem Patienten wichtig sind. Die Ziele müssen patientenzentriert formuliert und mit dem Patienten abgestimmt werden. Unsere Rolle in der Behandlung ist es, die Patienten auf ihrem ganz individuellen Weg zu unterstützen.

 

Komm dem natürlichen Verlauf nicht in die Quere

Die normale Heilung ist eine mächtige Ko-Intervention (oft die Mächtigste). Es ist wichtig, den natürlichen Verlauf der Beschwerden zu kennen, um angemessene Erwartungen zu formulieren und keine Behandlungen durchzuführen („keine fix-it Lösungen) oder unangemessene Ziele zu setzen, die dem zu erwartenden Verlauf widersprechen.

 

Sorge dafür, dass passive tools die Selbstwirksamkeit des Patienten nicht stehlen bzw. die Wirkung des natürlichen Heilungsverlaufs nicht für sich in Anspruch nehmen

Es ist wichtig, dass passive Behandlungen keine Sicherheitssignale werden, mit denen der Patient jede Verbesserung in Verbindung bringen kann (externale Kontrollüberzeugung). Schaffe ein realistisches Narrativ für ihre mögliche Unterstützung bei der natürlichen Heilung und für die schmerzmodulierenden Prozesse.

 

Passive Behandlungen können in einem hilfreichen Narrativ kurzzeitig in Ordnung sein

Die Forschung zeigt, dass passive Behandlungen kurzfristig hilfreich sein können, aber nicht langfristig. Unser Narrativ sollte das berücksichtigen und dem Patienten gegenüber auch explizit so kommuniziert werden. Patienten sollten vom ersten Tag an wissen, dass ihr Ziel darin bestehen sollte, keine passiven Behandlungen mehr zu benötigen.

 

Mache Patienten bzgl. ihrer „Bilder“ oder theoretischer Abweichungen von der Norm keine Angst

Die Forschung zeigt deutlich, dass zwischen „Bildern“ und Schmerz nur ein geringer Zusammenhang besteht. Wir sollten maladaptive Überzeugungen durch Bildgebung oder die Nocebo-Diagnosen anderer Therapeuten „auf dem Schirm haben“ und dabei helfen, eine sinnvollere Sichtweise auf der Grundlage der Wissenschaft zu entwickeln.

Patienten sind die Hauptpersonen und haben eine lebenslange Mitgliedschaft

Die Stimme der Patienten fehlt traurigerweise an vielen Stellen des Gesundheitssystems. Ihre Gedanken und Überzeugungen können ihre Schmerzerfahrung massiv beeinflussen. Es wäre sinnvoll, dass sie eine Führungsposition einnehmen und eine Stimme haben, die im Gesundheitssystem nie verstummen darf.

 

Verändert nach Modern Pain Care

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