Führt ein Krafttraining über ein größere Bewegungsamplitude zu ausgeprägteren Hypertrophie-Effekten?

Führt ein Krafttraining über ein größere Bewegungsamplitude zu ausgeprägteren Hypertrophie-Effekten?

Systematischer Review über die Auswirkungen der Bewegungsamplitude beim Krafttraining auf die Muskelentwicklung.

6 Studien inkludiert (4 untere Extremität, 2 obere Extremität); Qualität der Studien auf mod. PEDro-Skala: „Sehr gut“.

Ergebnisse

  1. Es gibt Hinweise darauf, dass  größere Bewegungsamplituden für die Hypertrophie des Quadrizeps günstiger sind, obwohl nicht klar ist, ob der Nutzen über 90 Grad hinausgeht (Bloomquist et al. 2013, McMahon et al. 2014)
  2. Die Vorteile einer größeren Amplitude für die untere Extremität scheinen muskelspezifisch zu sein, wobei einige Muskeln eine positive Wirkung zeigen (z.B. Hüftadduktoren und Glutaeus max. bei der Tiefkniebeuge vs. der Teilkniebeuge, Kubo et al. ) und andere nicht (z.B. Vasti).
  3. Die Evidenz für die Auswirkungen der Bewegungsamplitude auf die Muskulatur der oberen Extremität ist nach wie vor nicht eindeutig; es gibt nicht genügend Beweise, um eindeutige Schlussfolgerungen zu ziehen. (Pinto et al. 2012, Goto et al. 2019)
  4. Hypothetisch könnte die Kombination verschiedener ROMs im Training einen Nutzen haben (größere Muskelspannung durch höhere zu bewältigende Lasten über eine kleinere Amplitude), obwohl dies bisher nicht untersucht wurde.
  5. Wichtig ist, dass die Evidenz zu diesem Thema ziemlich begrenzt ist. Nur 6 Studien qualifizierten sich für die Inklusion, und nur eine dieser Studien wurde an krafttrainingserfahrenen Personen durchgeführt; keine Studie hat die Auswirkungen auf die Rumpfmuskulatur (d.h. Brust, Latissimus usw.) untersucht. Dies ist ein Forschungsgebiet, das weiterer Untersuchungen bedarf.
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