Hat Training einen präventiven Effekt auf die Entstehung von sekundären Lymphödemen nach Brustkrebs?

Weltweit werden jedes Jahr über 1,8 Millionen Frauen mit Brustkrebs diagnostiziert (Fitzmaurice et al. 2015). Aufgrund verbesserter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten und Früherkennung haben sich die Überlebensraten von Brustkrebs in den letzten Jahren deutlich erhöht, und mehr als 80% der Patienten können geheilt werden (Fitzmaurice et al. 2015). Angesichts der verbesserten Überlebensraten ist der Umgang mit behandlungsbedingten Nebenwirkungen, wie dem sekundären Lymphödem (SL) eine neue Herausforderung in der Krebsbehandlung (Nelson 2016). SL tritt primär nach der operativen Entfernung von Lymphknoten oder in Verbindung mit der Strahlentherapie auf (Bennett Britton & Purusgitham 2009) und wird allgemein als „Armschwellung und Dysfunktion“(Schmitz 2010) bezeichnet, was  definiert ist  als eine Zunahme des Armumfangs um mehr als 2 cm (Torres Lacomba 2010) oder als eine Ansammlung von übermäßiger, eiweißreicher Flüssigkeit in einem Körperteil, in dem lymphatische Gefäße geschädigt wurden (Mortimer 1998). Etwa 20-30% aller Brustkrebspatientinnen entwickeln ein SL (Francis 2006).

In der Vergangenheit waren Ärzte der Meinung, dass Krebspatienten nicht trainieren sollten (Schmitz 2010) und die Literatur, die darauf hinweist, dass Übung ein Lymphödem verursachen oder verschlimmern kann, existiert immer noch (Ahmed et al. 2006).

Dieser Review ist der erste seiner Art, der sich spezifisch mit der präventiven Wirkung von Training auf die Inzidenz von SL bei Brustkrebspatienten beschäftigt.

 

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Ödem Brustkrebs Prävention Bewegung Review 2018