Immunpufferendes Verhalten: Die SIMs und DIMs des Immunsystems

Immunpufferendes Verhalten: Die SIMs und DIMs des Immunsystems

Immunpufferendes Verhalten: Die SIMs und DIMs des Immunsystems Wohlbefinden ist ein Sicherheitssignal („safety in me“ – SIM), das stabile Energie-, Sozial- und Gesundheitsressourcen signalisiert, Bedingungen, unter denen Zellschutz und -reparatur oder die Zuteilung von Energie an andere Systeme dominieren. Im Gegensatz dazu kann ein beeinträchtigtes Wohlbefinden ein Hinweis auf eine Bedrohung („danger in me“-DIM) sein. Die Reaktion darauf ist eine Steigerung der Immunantwort und eine Verschiebung hin zu einem proinflammatorischen Profil, so das die oben genannten Vorteile zugunsten der Erreger-Clearance geopfert werden [Straub et al. 2010]. Zumindest in hoch entwickelten Ländern ist das Infektionsrisiko heute deutlich geringer als in den vergangenen Jahrtausenden, in denen sich das Immunsystem entwickelt hat. Im Gegensatz dazu sind es heute Dysregulationen des Immunsystems, wie chronische Entzündungen, Allergie oder Autoimmunerkrankungen, die zunehmend Probleme verursachen. Das wachsende Wissen über die immunregulatorischen Effekte des Wohlbefindens kann die Prävention oder Therapie solcher Erkrankungen unterstützen. Der Einsatz von Bewegung und Training, Entspannungstechniken, besserer Schlafhygiene oder Ernährungsverbesserungen ermöglicht es Patienten, mehr Kontrolle über ihren Zustand zu erlangen.

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