Mythos „Subluxation“: Es springt nichts „raus“, es ist niemals „draußen“!

Mythos „Subluxation“: Es springt nichts „raus“, es ist niemals „draußen“!

Es gibt keine Wissenschaft, die das Konzept der Verschiebung oder Subluxation unterstützt [Kaptchuk & Eisenberg 1998, Homola 2010,2011, Keating et al. 2005, Simpson 2012, Mirtz et al. 2009]. Das Konzept ist wissenschaftlich unplausibel, und es gibt keine Belege dafür, dass es mit einer Erkrankung assoziiert ist [Kaptchuk & Eisenberg 1998,Homola 2010,2011, Keating et al. 2005, Simpson 2012]. Im Jahr 2010 erklärte beispielsweise der General Chiropractic Council in Großbritannien: „Der chiropraktische Wirbelsäulen-Subluxationskomplex ist ein historisches Konzept, bleibt aber ein theoretisches Modell. Es wird nicht durch klinische Forschungsnachweise gestützt, die es ermöglichen würden, zu behaupten, dass eine Subluxation die Ursache einer Erkrankung ist“. Auch im Jahr 2015 gaben verschiedene internationale Gremien, darunter chiropraktische Schulen, eine Stellungnahme ab, in der sie erklärten, dass „die Lehre des Wirbelsäulen-Subluxationskomplexes als ein vitalistisches Konstrukt, das behauptet, die Ursache einer Krankheit zu sein, nicht durch Evidenz gestützt wird.“

 

„Was Ihnen auch immer gesagt wurde, Teile Ihres Körpers
können nicht „rausspringen“ – kein Rücken, Nacken, ISG
oder was auch immer. Sie können nicht rausspringen–
einfach, weil es keinen Platz gibt, wo etwas „hingehen“
könnte, mit Ausnahme der seltenen Fälle einer echten
Luxation, was sicher nicht das ist, was Sie gerade haben.
„Mein Rücken oder meine Bandscheibe sind draußen“, ist ein
echt einfaches Modell, aber schlicht falsch. Wir würden
Ihnen gerne eine andere Erklärung dafür liefern, was gerade
in Ihrem Rücken passiert, die eher der Wahrheit entspricht.
Es ist wahrscheinlicher, dass Ihre Gelenke etwas entzündet,
steif, unbeweglich und widerspenstig sind – aber niemals
„raus“. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass dieses Areal
nicht mehr zum Rest Ihres Rückens „passt“? Übrigens zeigen
die Wirbelsäulenmodelle, die Sie vielleicht im Kopf haben,
mit ihren Plastikbandscheiben und –knochen und viele
Abbildungen der Wirbelsäule niemals die kräftigen
Unterstützungsbänder und Muskeln, die Ihre Wirbelsäule
umgeben. Deshalb besteht die Gefahr, dass Sie eine falsche
Vorstellung davon bekommen, dass Dinge „rausspringen“
könnten.“

Quelle: Moseley, G. Lorimer; Butler, David S. (2017): Explain pain supercharged. The clinician`s manual. Adelaide: Noigroup Publications (The clinician’s Handbook).

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