OP – das ultimative Placebo

OP – das ultimative Placebo

Zwei fantastische Veröffentlichungen im „British Medical Journal Open“, die eindrucksvoll zeigen, wie dominant der Placebo-Effekt gerade in der Chirurgie ist und wie „unterirdisch“ häufig die proklamierten, spezifischen Effekte sind.

Auf der 1. Folie sind die Unterschied in der Effektstärke von Verum-Eingriffen gegenüber Schein-Eingriffen bei minimalinvasiven Verfahren dargestellt: Die Unterschiede sind gering. Ganze 80% der Wirkung minimalinvasiver Eingriffe lassen sich durch Placebo-Effekte erklären.

Auf der 2. Folie geht es um operative Verfahren im Bereich „chronischer Schmerzen“ (Migräne, Kreuzschmerz, Arthrose, u.a.). Hier lag die mittlere Verbesserung durch Schein-OPs bei 78% der Besserungsrate durch die aktive OP. Der Behandlungseffekt war damit nicht signifikant unterschiedlich (SMD von 0,13). Mittel- und langfristig ließen sich durch den Placebo-Effekt sogar „satte“ 89% bzw. 82% der Operationsergebnisse im Hinblick auf die Schmerzreduktion erklären.

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