Verletzungsangst und Therapieoutcome

Verletzungsangst und Therapieoutcome

In einem klinischen Review (Evidenzlevel 3) fassten Hsu et al. (Sports Health, 2016) Untersuchungen zusammen, die Aussagen über die Angst vor Wiederverletzung bei Athleten beinhalten. Dabei wurden Studien der letzten 16 Jahre berücksichtigt.

Die Übersichtsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Angst vor Wiederverletzung in der Rehaphase eines Athleten zu einem schlechteren Therapieoutcome führen kann. Athleten mit sehr ausgeprägten Verletzungsängsten könnten daher von psychologischen Zugängen im Rehabilitationsprozess profitieren. In jedem Fall gehören dazu: a) die Messung der Verletzungsangst und b) personenzentrierte Interventionen zur Reduktion der Ängste.

Welche Fragebögen in den Studien verwendet wurden, seht in auf Folie 2. Die Interventionen dazu auf Folie 3.

Ob es sich also um einen „ (chron.) PT- Schmerzpatienten“  oder um einen Athlet nach Verletzung (Bsp. ACL- Ruptur) handelt: Das Review untermauert die Tatsache, dass Bewegungsängste  für uns Therapeuten eine bedeutende Rolle  spielen. Wir sollten sie nicht ignorieren, wenn wir eine Chance auf optimalen Rehaoutcome haben wollen!

Die Autoren empfehlen daher eine Basisangstmessung zu Rehabegin und als Verlaufskontrolle. Spätestens aber vor der Verwendung komplexerer Übungen oder Testbatterien.

Ach ja: Es ist wahrscheinlich, dass sich die Verletzungsängste mit fortschreitender Reha verringern. 🙂

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