Von inneren Uhren und Entzündungen

Von inneren Uhren und Entzündungen

Innere Uhren haben größeren Einfluss auf unsere Physiologie, als wir bisher angenommen hatten. Schlaf-Wachzeiten, Aktivität und Nahrungsaufnahme werden zu einem großen Teil von unserer inneren Uhr reguliert. Der Hormonhaushalt unterliegt täglichen, monatlichen und jährlichen Schwankungen. Warum also nicht auch unser Immunsystem?

Die Expression von Immun- und Entzündungsmediatoren wird maßgeblich von der Expression bestimmter Clock-Gene und „Zeitgeber“ (d.h. Reize, die den Rythmus regulieren, ähnlich dem synchronisieren einer Funkuhr mit der vorgegebenen Zeit) gesteuert. Das funktioniert sowohl von zentraler als auch auf lokaler Ebene.

Hand et al. haben in einem Maus-Modell zum einen die Auswirkungen der Tagesrhythmik auf die Schwere von entzündlicher Arthritis untersucht, zum Anderen, was passiert wenn eben diese Rhythmik gestört wird.

Unsere Patienten klagen häufig besonders über Morgensteifigkeit – den Mäusen ging es genauso. Bei den Mäusen allerdings, deren Tagesrhythmus gestört war, ließ die „Steifigkeit“ (d.h. Gelenkschwellung) über den Tagesverlauf überhaupt nicht mehr nach!

Als Maus-Experiment ist das natürlich weit davon entfernt applikabel und validiert für die Physiotherapie zu sein, aber es gibt dem Gedanken von Schlafhygiene und Rhythmik-Management neues Gewicht. Eine Zusammenfassung zum Thema Schlafhygiene findet ihr hier.

Auf jeden Fall ein spannender und neuer Ansatz in der Betrachtung von chronisch entzündlichen Erkrankungen.

Nach der Zusammenfassung folgt der Fulltext. Ein spannendes Thema, wenn man sich durch die Zellbiologie durchbeißen kann. Es gibt noch mehr Infos, die aber den Rahmen gesprengt hätten.

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