Was Patienten (und Therapeuten) über eine Ischialgie wissen sollten?!

Was Patienten (und Therapeuten) über eine Ischialgie wissen sollten?!

Was ist eine Ischialgie?

Eine Ischialgie beschreibt ausstrahlende Schmerzen vom Rücken ins Bein. Diese werden durch Entzündung und/oder mechanischen Druck der Nervenwurzeln im Lenden- und Sakralbereich, die den Ischiasnerv bilden, ausgelöst.4,5

Druck alleine bereitet meist keine Schmerzen;  damit Schmerz entsteht, braucht es eine Entzündungskomponente.1,6,7,8,9

Die häufigsten Gründe für Ischialgien sind Bandscheibenvorfälle. Altersbedingte Verengungen der Wirbelsäule (Stenosen) und Weichteilstenosen (=Zysten) sind weniger häufig ursächlich.5,10,11

 

 

Wie häufig ist eine Ischialgie?

In einer britischen Studie (609 Teilnehmer) wurden etwa 60% der Patienten mit Rücken- und Beinschmerzen mit einer Ischialgie diagnostiziert.40 Eine dänische Studie dokumentierte bei 11% der Patienten, die eine Hausarztpraxis wegen Rückenschmerzen aufsuchten (324 Teilnehmer), neurologische Symptome, die auf Ischiasbeschwerden zurückzuführen waren.41

 

Welche Symptome treten bei einer Ischialgie auf?5,14

  • Einseitige Beinschmerzen sind stärker als Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • Schmerzen, die häufig nach hinten am Bein und unterhalb des Knies ausstrahlen
  • Taubheitsgefühl und/oder „Ameisenlaufen“ im betroffenen Beinbereich
  • Muskelschwäche; reduzierte Sehnenreflexe
  • Zunahme der Beinschmerzen durch Husten, Niesen und/oder tiefes Atmen

 

 

 

Ist eine Bildgebung, z.B. ein MRT, sinnvoll?

Eine generelle Bildgebung wird nicht empfohlen. Das mag Sie verwundern, aber dafür gibt es driftige Gründe:

  • Eine Bildgebung ist keine klare Entscheidungshilfe bei der Bestimmung der Behandlung oder der Prognose.14
  • Es gibt häufig unterschiedliche Diagnosen in unterschiedlichen Radiologie- Zentren beim gleichen Patienten.16
  • MRT-Befunde stehen zwar mit Rücken- und Beinschmerzen in Zusammenhang, taugen aber nicht als alleinige Erklärungen für die Schmerzen. Viele völlig beschwerdefreie Menschen haben Bandscheibenvorfälle und „Druck“ auf einer Nervenwurzel in der Bildgebung.17
  • Eine spontane Rückbildung (Regression) von lumbalen Bandscheibenvorfällen ist wahrscheinlich.18,22
  • Zudem zeigen Studien, dass ein „Bild“ negative psychologische Effekte für Patienten haben kann.19

Liegt dagegen ein Verdacht, z.B. auf eine Fraktur oder ein Cauda Equina-Syndrom vor (s.u.), dann sollte eine sofortige Bildgebung erfolgen.

 

Mit welchem Verlauf kann ich rechnen?

In der Regel ist die Prognose günstig.12,13,15  Nach 5 Jahren zeigten nur 8% der Patienten keine Erholung, 23% berichteten über Symptome, die schwankten. In einer aktuellen Studie aus England berichteten ca. 50% der Patienten nach 12 Wochen über eine Verbesserung. Nach 12 Monaten waren es über 70%.45

Eine längere Schmerzdauer und die Überzeugung des Patienten, dass das Problem anhalten wird, standen mit einer schlechteren Prognose in Zusammenhang.13

Über die Schwere der Symptome oder radiologische Befunde lässt sich keine klare Prognose ableiten.23

 

Muss ich mich bei einer Ischialgie in Verbindung mit einem Bandscheibenvorfall operieren lassen?

Nein, nur in speziellen Fällen.14 Die Beschwerden gehen mit einer OP zwar leicht schneller zurück (um 6 bis 26 Punkte, wenn Sie die Beschwerden auf einer Schmerzskala von 0-100 angeben müssten), nach einem Jahr ist das Ergebnis nach OP bzw. einer nicht-operativen Behandlung absolut vergleichbar.20,26,27,28

Demzufolge sollte zuerst eine nicht-operative Therapie für 12 Wochen durchgeführt werden, bevor Sie an eine OP denken.4,14

Nur bei sehr schweren motorischen Ausfällen (s. nächste Folie) kann eine frühzeitige Operation für den Wiedergewinn an Kraft vorteilhaft sein.24,25

 

Gibt es klare Hinweise, wann eine OP tatsächlich notwendig ist?29,30,31

Ja, es gibt seltene (deutlich < 1%)29 Situationen, in denen eine schnellere Operation notwendig ist. Grund dafür ist eine Kompression des Rückenmarks mit der Gefahr einer Blasen-/Mastdarm-Funktionsstörung, ein sog. Cauda Equina-Syndrom. Dazu gehören…

  • ein Gefühlsverlust/Kribbeln an der Innenseite der Oberschenkel/den Genitalien
  • Taubheitsgefühl in oder um den Anus oder das Gesäß
  • Verändertes Gefühl bei der Verwendung von Toilettenpapier im Intimbereich
  • Zunehmende Schwierigkeit beim Versuch, zu urinieren.
  • Gefühlsverlust beim Wasserlassen
  • Austritt von Urin oder neuerdings die Verwendung von Einlagen
  • Kein Gefühl mehr dafür, ob die Blase voll oder leer ist
  • Unfähigkeit, den Stuhlgang zu stoppen oder zu kontrollieren
  • Gefühlsverlust beim Stuhlgang
  • Zunehmende Schwierigkeit beim Versuch, den Urinfluss zu stoppen oder zu kontrollieren
  • Veränderung in der Fähigkeit, eine Erektion zu haben oder zu ejakulieren
  • Verlust der Empfindung in den Geschlechtsorganen während des Geschlechtsverkehrs

Auch bei einer schnellen Zunahme der Lähmung oder der Unfähigkeit das betroffene Körperteil gegen die Schwerkraft zu bewegen, sollten Sie bei einem Arzt vorstellig werden.24,25

 

Aber ansonsten….Good News…

Bandscheibenvorfälle bilden sich in ca.2/3 der Fälle spontan zurück.22 Ihr Körper löst durch eine Entzündungsreaktion das Gewebe oft auf.32 Übrigens: Je ausgeprägter der Vorfall, desto besser stehen die Chancen.18 Fantastisch, oder? Aber entscheidend ist dabei immer ihr Zustand, nicht das Ergebnis in der Bildgebung! Ein Kontroll-MRT ist daher auch nicht notwendig.21

Wie sieht eine sinnvolle nicht-operative Therapie aus?

Bleiben Sie aktiv: Bei Beschwerden von 6-8 Wochen gilt die Empfehlung, aktiv zu bleiben als ein wichtiger Faktor der nicht-operativen Behandlung.14,33,34

Daneben sollten Sie spezifische Übungen/Therapien durchführen, die an Ihren Beschwerden und Ihren Zielen/Wünschen orientiert sind (z.B. Kräftigungsübungen bei Abschwächungen, Mobilisationsübungen für die Nerven, wenn diese sensibel auf Spannung und Bewegung reagieren42,44, spezifische Übungen, die die Symptome reduzieren43).14,34,35

Zusätzlich empfehlen einige Leitlinien34, andere dagegen nicht33, die Anwendung von Manueller Therapie.

Sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten!

Der Einsatz von Medikamenten wird kritisch gesehen.33,34 Paracetamol, sog. nichtsteroidale Antirheumatika, wie z.B. Voltaren, oder Opioide, etc. verbessern den Schmerz häufig nicht wesentlich über den Placeboeffekt hinaus oder die Wirkung war nicht eindeutig.14,36,37,38 Folglich sind Behandlungsleitlinien hier sehr zurückhaltend bzgl. einer Empfehlung.33

Kurzzeitig können Kortisoninjektionen, die direkt an die betroffene Nervenwurzel gespritzt werden, einen leichten Nutzen bringen.39,46

 

 

Quellen

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